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Freitag, 26. Februar 2016

Vergangenheit

Traurig ist nicht wie wir auseinander gegangen sind.

Traurig ist nicht, dass wir nur so eine kurze Zeit zusammen hatten.

Traurig ist auch nicht, dass ich keine Bilder mehr von uns habe...

Es ist traurig, dass wir überhaupt auseinander gegangen sind.

Es ist traurig, dass wir die kurze Zeit nicht voll ausgenutzt haben.

Außerdem ist es traurig, dass wir nie Bilder gemacht haben, wo wir wirklich glücklich waren.


Du hast mich enttäuscht, warst auf einmal nicht mehr erreichbar, nicht mehr da, hast dich nicht mehr gekümmert, es schien dir egal zu sein was ich denke, was ich fühle...

Du wolltest so viel und am liebsten sofort, du hast nicht auf mich geachtet, bist losgerannt und hast nicht auf mich gewartet und als es zu anstrengend wurde immer wieder auf mich zu warten, hast du mich auf eine Bank gesetzt und bist alleine weiter.. Als du wieder kamst, war es zu spät um mich abzuholen, da war ich schon aufgestanden und in eine andere Richtung gelaufen, du hast dann erst versucht mich zurückzurufen, hast aber bis heute nicht verstanden, dass es dafür mehr gebraucht hätte, als ein paar Facebook Nachrichten.

Ich war stark, ich hab nicht schlapp gemacht, habe die Worte meiner Freunde aufgesogen, dass du es nicht wert bist einzuknicken und nachzugeben. 

Jedes Bild hab ich gelöscht um nicht erinnert zu werden - traurig ist, dass es so gut wie keine glücklichen Erinnerungen gewesen wären. 
Bilder auf Partys oder Feiern, wo wir uns davor oder danach gestritten haben oder wo einer von uns sich betrunken hat, Bilder nach schlaflosen Nächten, weil wir alles ausdiskutiert haben und es gab auch Bilder, wo ich im Nachhinein etwas auszusetzen hatte, weil du irgendwo anders hin sahst oder auch irgendwen anders ansahst...

Wir haben nicht begriffen, dass wir kämpfen müssen, dass das was wir hatten genau das ist was wir eigentlich haben wollten. Wir haben beide zu viel falsch gemacht und uns gegenseitig zerstört, indem wir alles richtig machen wollten.
Ich habe verstanden, dass es vorbei ist, dass wir nichts mehr an der Vergangenheit ändern können und auch, wenn ich an die Zeit zurück denke, mich frage, was gewesen wäre, wenn... ändert es nichts, doch du denkst nach über 4 Jahren immer noch daran, dass es klappen würde, wenn wir es nur wieder versuchen, du scheibst mit mir und redest ganz normal mit mir und wir grüßen uns, doch jeder der uns beide zusammen sieht, sieht auch, dass es dir wehtut, dass du früher gerne alles anders gemacht hättest, dass du weißt wie sehr du mich damals gebrochen hast und am liebsten die Zeit zurück drehen würdest.

Wenn ich mein Profilbild ändere, meinen Status eindeutig jemand anderem widme, bist du der erste der schreibt - es könnte pures Interesse sein, aber man liest die Angst heraus, die in den Momenten von dir ausgeht und es klingt gemein, aber ich mag das, nach all den Jahren gefällt es mir dich eifersüchtig zu sehen und es tut mir Leid. 

Traurig ist, dass wir wohl niemals eine richtige Freundschaft aufbauen können.

Trauig ist, dass ich mir trotz allem immer noch so viele Gedanken mache.

Aber am traurigsten ist wohl, dass was jeder denkt, aber nur vereinzelte sagen, wenn er die letzten, aktuellen gemeinsamen Bilder von uns sieht - wir passen gut zusammen, optisch und vom Charakter her und wir hätten wohl ein Traumpaar werden können...

...Traurig, dass wir uns dafür wohl einfach zu früh getroffen haben und nun die Zeit abgelaufen ist.


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Montag, 30. November 2015

Die Geschichte der vergrabenen Hoffnungen

Wie oft wurde mir schon gesagt, dass ich vergessen soll?
Wie oft musste ich meine Hoffnung schon zu Grabe tragen?
Dunklen Sand auf das harte Holz des Sages werfen, immer mehr, bis ich die Maserung nicht mehr erkenne, nicht mehr sehe was dort vergraben liegt.
Ich erkenne nur noch die aufgewühlte Erde, versuche nicht daran zu denken was zum Vorschein kommen würde, wenn jemand versuchen würde all das wieder hochzuholen, auszugraben... Ruhe in Frieden.

Mit jeder Hoffnung, die fällt, stirbt ein kleines Stück meines Selbst. Ich verändere mich, bin lange nicht mehr das Mädchen, was an Liebe auf den ersten Blick glaubt und mit jeder weiteren Enttäuschung wird die, aus Selbstschutz errichtete Mauer höher und höher.


Du hast den ersten Stein gesetzt, warst der Erste, den ich ernsthaft in mein Herz ließ, doch du... Du hast alles zerstört, du hast mich zerstört!
Als du wieder zurück kamst, war es zu spät - zu spät für dich, für uns. 
Es gibt seitdem diese Grenze zwischen uns und sie wird wohl auch nie wieder ganz geöffnet werden - Du stehst immer und immer wieder davor, hast früher ellenlange Texte verfasst und um Einlass gebeten. Heute frage ich mich, weshalb du immer nur schriftlich redegewandt gewesen bist? 
Du hast Briefe geschrieben, Nachrichten, die voll von Liebe waren, aber niemals hast du angerufen, bist vorbei gekommen... Es hätte nichts geändert, das weiß ich heute, aber vielleicht wäre die allererste komplett begrabene Hoffnung nicht allzu tief gefallen.

...

Ich konnte nicht mehr vertrauen, war am Boden, am Ende, doch dann kamst Du. So viel Verständnis, so viel Zeit, eine starke Schulter zum Anlehen. Es war wie ein anderes Leben, wie auf Wolken, ganz und gar zauberhaft und auch wenn die Mauer aus Selbstschutz eigentlich schon zu hoch war, hast du ein Loch rein gebrochen, mich mit Liebe gefüllt und mir vor allem gezeigt wie man mich wirklich zu behandeln hat.
Es war als wären wir zusammen, du hast dich über ihn beschwert, darüber gesprochen, dass er mich ganz simple gesagt nicht verdient hat und du einfach nur unglaublich glücklich bist mich kennengelernt zu haben. Ich war auch glücklich, bis zu dem Zeitpunkt, als alle mich fragten, ob wir denn jetzt wirklich zusammen sind... 
Anfangs war es mir regelrecht egal, doch der Druck stieg und als ich es selbst nicht mehr aushielt unwissend zu sein, kam alles wieder ins Wanken, meine ganze Welt schwankte. Letztendlich gabst du mir zu verstehen, dass es für dich nichts Ernstes war, woraufhin für mich wieder so gut wie alles zusammenbrach.
Die Mauer verschloss sich und wurde dicker, als zuvor.

...

Danach war es vorerst ruhig, es gibt Geschichten, die ich auch einfach Leid bin zu erzählen, die es im Grunde kaum noch wert sind erzählt zu werden. 
Menschen, die sich mein Vertrauen erschlichen haben und mich nur noch mehr zerstörten. Eine Person taucht zwischendurch immer und immer wieder auf, reißt manchmal die Mauer ein, um mich dann wieder dazu zu bringen eine noch höhere zu errichten, aber daraus lernen werde ich anscheinend nicht. 
Immer wieder lass ich es zu, dass er in mein Leben kommt und alles durcheinander bringt, wie ein Sturm in einer kalten Winternacht. 
Ich würde bei ihm die Hoffnung gerne metertief vergraben können, endlich ein für alle Mal damit abschließen und den Ballast loswerden, doch es geht nicht... 
Ich vergrabe die Hoffnung lebendig, zu nachlässig um sie komplett loszuwerden - immer wieder kommt sie zurück, um dann erneut in das schwarze Loch zu fallen, wo das ganze Theater dann irgendwann erneut beginnt.

...

Als ich Dich traf, hab ich nicht daran gedacht was noch geschehen könnte und ich glaube heute, dass auch du keinen Gedanken daran verschwendet hast, was sich nach unserer Begegnung noch abspielen würde.
Die Sonne stand hoch, bräunte unsere Haut und die Wellen rollten gleichmäßig an den Strand. Nachts leuchteten die Sterne, wir tanzten, als gäbe es keinen Morgen mehr, feierten, bis die Wolken wieder lila waren und es war schön. 
Jetzt weiß ich, dass du ganz zu Anfang nicht gelogen und wirklich eine Freundin hast, du hast diese Aussage relativ zügig wieder zurück gezogen, hast sie verleugnet und mit keinem Wort mehr erwähnt. Zugegeben, mir war es dann auch relativ egal, ich hab diese Information verdrängt, nicht mehr darüber nachgedacht und einfach die Zeit genossen - unsere Zeit. 
Seit einigen Tagen weiß ich, dass es sie gibt - momentan wohl weiter entfernt von dir, als ich es bin, aber dennoch frage ich mich, was das alles eigentlich sollte?
Wolltest Du einfach ein paar Tage Spaß haben, mit deinem Kumpel feiern und ich kam unpassenderweise dazwischen?
Funktioniert es manchmal wirklich so problemlos?
Kann man diese Person, die man wirklich vom ganzen Herzen liebt unmittelbar ausblenden, um sich auf jemand anderen zu konzentrieren, mit der man keine Beziehung führt? 
Ich glaube, wenn das so einfach funktioniert, man die Beziehung gedanklich so leicht fortwischen kann, funktioniert die gesamte Beziehung nicht mehr...

...

Eine neue Hoffnung, die ich langsam zu Grabe trage, der helle Sarg, nur leicht gebräunt. Er ist sehr klein, das Loch nicht allzu tief, doch statt hinein, stell ich diese Hoffnung vorerst noch daneben...



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