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Montag, 18. Juli 2016

Wir sind keine Freunde mehr. Warum?

Seit Jahren haben wir keinen Kontakt mehr, wir sehen uns nicht, wissen nichts mehr voneinander, vom miteinander Reden ganz zu schweigen.

Damals haben wir uns mindestens einmal die Woche gesehen, wir haben uns geschrieben, so viel gelacht, sind ins Kino gegangen, haben zusammen gefeiert, Bilder gemacht und uns öfter einen Spaß daraus gemacht zu behaupten wir seien zusammen, obwohl wir einfach nur beste Freunde waren.
Wir haben uns alles erzählt, hatten keine Geheimnisse, du kanntest all meine Probleme mit meinem Ex und ich wusste, dass es schwierige Zeiten mit deiner Freundin gab und dann...

Dann hat sich alles verändert. Du hast dich verändert, hast nicht mehr reagiert, dich abgewandt und man hat einfach nichts mehr gehört. Du hast mit deiner Freundin Schluss gemacht und dich bei niemanden von uns mehr gemeldet. Erst später erzählte mir deine dann Ex-Freundin, mit der wir nun sehr gut befreundet sind, dass du total seltsam wurdest, du - der vorher nie gerne oft los war - wolltest immer wieder was unternehmen, los ziehen, fingst an so gut wie alles bei Instagram und Facebook zu posten, obwohl auch das nie dein Fall war, du hattest keine Lust mehr mit mir ins Kino zu gehen und überhaupt noch irgendwas mit jemanden von uns zu machen...

Der endgültige Cut war dann, als ich dich zu meinem Geburtstag eingeladen hatte. Einen Tag vorher, ich glaube ca. eine Stunde bevor es Mitternacht schlug hast du abgesagt, ohne einen Grund, einfach nur geschrieben, dass du nicht kommst und als ich gefragt habe warum und, dass es schade ist und ich mich gefreut hätte, wenn du kommen würdest, kam nichts mehr - nie wieder.
Natürlich haben wir alle immer mal wieder versucht den Kontakt wieder aufzuwärmen, haben gefragt wie es dir geht und auch warum es auf einmal nicht mehr so ist, wie früher, aber niemand hat Antworten erhalten und irgendwann war es uns egal.

Es war natürlich enttäuschend, traurig und verletzend, aber du wolltest es so, du hast alle Verbindungen gesplittet, außer Facebook. Die Community war das einzige, wo wir noch sehen konnten was du machst, du hast weiter fleißig geteilt, gepostet und uns alle am Leben teilhaben lassen. Ich hab mich damals gefragt, ob du unsere Leben auch so verfolgst, aber dann fiel mir relativ schnell auf, dass du mich gelöscht hast. Nur mich und deine Ex-Freundin, alle anderen können und dürfen zuminest noch an deinem Social Life teilhaben, diesen alten Freunden möchtest du weiterhin eine Möglichkeit geben zu sehen was du machst. 

Die Frage warum ich nicht mal mehr so noch mit dir "befreundet" sein darf, stell ich mir schon lange nicht mehr und eigentlich warst du auch nie ein Thema für diesen Blog, aber letztens warst du wieder ganz present. Ich hätte gedacht du würdest überall so tun, als hättest du mich nie gekannt, dir wäre es egal mit wem ich befreundet bin, aber auf einmal hast du dich erkundigt. Du hast gesehen, dass wir beide mit jemanden befreundet sind, hast das nicht so richtig verstanden und deshalb ihn gefragt woher wir uns kennen. Du wolltest wissen wie es mir geht, was ich mache und hast erzählt, dass wir uns kennen und immer gut verstanden haben.


Ich wurde gefragt woher ich dich kenne und habe Verwunderung ausgelöst, als ich erzählte, dass ich dich  irgendwann einmal kannte und ich nicht verstehe warum du mich auf einmal nicht mehr verleugnest.
Ja, die Zeiten verändern sich und die Menschen mit ihr, aber nach all den Jahren interessiert es dich auf einmal wieder wer ich bin? Ich bin auch älter geworden, mir sollte dies ganz egal sein, aber dadurch, dass du so komisch wurdest, interessiert mich sowas doch mehr, als es vielleicht sollte.

Fakt ist: Wir sind keine Freunde mehr.
Warum?


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Sonntag, 11. Januar 2015

Abschied

Sie begleitet mich schon mein ganzes Leben... 
Sie ist da, wenn ich krank bin, sie kommt zu mir, wenn ich traurig bin & tröstet mich, sie fragt mich nichts, ich verlange nichts von ihr, sie begrüßt mich, wenn sie mich zum ersten Mal am Tag sieht & wenn ich wieder nach Hause komme... 
Sie vertraut mir & auch wenn viele sagen, dass nur ein Hund der beste Freund des Menschen sein kann - Nein, meine Katze ist meine beste Freundin & nur, wer versteht was das zu bedeuten hat, sollte darüber nachdenken sich ein Haustier anzuschaffen… (2012)

Wie einige von euch vielleicht schon auf Instagram mitbekommen haben musste wir am 5.1.2015 Abschied von unserer Katze nehmen. Hier hab ich schon mal über sie geschrieben, über die Beschwerden, die mit dem Alter immer mehr zugenommen haben und wie viel sie mir bedeutet.


Wir haben uns den gesamten Dezember über gefragt, wann es Zeit ist, ob es noch länger geht, ob man merkt, wenn es soweit ist. Haben uns Informationen bei Freunden und Verwandten geholt, haben ihr den Lebensabend so schön wie möglich gestaltet, die Tage und Abende genossen, die sie bei uns lag. 



Sie fiel oft von der Sofalehne, weshalb wir ihr einen Stuhl an die Kante stellten, saß irgendwann nur noch herum, war in manchen Situationen schon sehr weit weg und für alle, die evtl auch mal vor solch einer Entscheidung stehen - ja man merkt, wenn es soweit ist, wenn man Abschied nehmen und sein geliebtes Haustier gehen lassen muss... 

Am 5.1. sind meine Mama, meine Schwester und ich morgens zum Tierarzt gefahren, Nala in der Transportbox. Wir mussten nicht sehr lange warten, weil wir auch einen Termin hatten und dieser noch vor den eigentlichen Öffnungszeiten lag. 
Kurz bevor wir in den Raum gerufen worden sind, kam Papa auch noch zu uns, weil Nala ja auch sein Leben seit fast 20 Jahren begleitet hat. 
Somit sind wir alle 4 den letzten Weg mit unserem Vierbeiner gegangen und waren bis zum Schluss bei ihr...

Es war eine schwere Entscheidung und natürlich sehr traurig, aber es war das Beste für sie und sie hatte ein wunderbares Leben bei uns - das ist die Hauptsache!
Da ich diesen Montag noch krankgeschrieben war, war ich den gesamten Tag noch zuhause und es war wirklich ein furchtbares Gefühl keine Katze mehr um sich zu haben, kein miauen mehr zu hören, niemand mehr, der sich auf den Laptop setzte oder sich auf einen schmiss.
Es ist immer noch seltsam und das wird es auch wahrscheinlich noch sehr lange bleiben. Die Tür bewegt sich und man denkt, dass im nächsten Moment die Katze neben einem sitzt, um dann zu merken, dass es nur der Wind war. 
Man kommt nach Hause, schließt die Tür auf und hat schon das Miauen im Ohr...
Meine Mama geht nach der Arbeit manchmal noch zum Katzenfutterregal, bis ihr einfällt, dass wir keine Katze mehr haben.


Ich hab sie immer noch unglaublich doll lieb und ich vermisse sie, aber irgendwann kommt einfach der Moment an dem man Abschied nehmen muss und dann sollte man aber auch froh sein so viele wunderbare Jahre mit seinem Haustier erlebt zu haben!


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Freitag, 19. Dezember 2014

Andere müssen eben weniger kämpfen...

"Weißt du Nadja, du kennst einfach viele Menschen, denen alles leicht fällt, denen alles in den Schoss zu fallen scheint und du... du musst für so gut wie jedes Ziel kämpfen (...)
dadurch weißt du das Glück aber auch viel mehr zu schätzen."
-Mein Fahrlehrer (ungefährer Wortlaut)

Im Kindergarten hab ich vermeintlichen Freunden erzählt welchen Jungen ich ganz besonders gern hatte - am nächsten Tag wusste es jeder, einschließlich ihm. Nach 3 Tagen war es jedem egal, wir waren Kinder und was bedeutet sowas schon?
In der Pubertät, wenn man sowieso nicht genau weiß wohin man gehört und mit sich selbst nicht im Reinen ist, sieht das schon ganz anders aus...

Ich hab nach der Grundschule, aufgrund meiner relativ großen Matheprobleme, eine Empfehlung für die Hauptschule bekommen und meine Eltern sind dieser Empfehlung auch nachgekommen. Für mich war das nicht schlimm und so furchtbar, wie die Hauptschule immer dargestellt wird, ist sie auch nicht - wobei ich wohl erwähnen muss, dass es sich hierbei "nur" um eine relativ kleine Dorfschule handelte und es zwischendurch natürlich dennoch zu einigen größeren Auseinandersetzungen kam.
Allerdings hatte ich persönlich (auch) einige Probleme. Beispielsweise die oben beschriebene Situation. Tage danach wurde da getuschelt, wenn ich den Raum betrat, ich wurde ausgelacht, verspottet und manchmal sogar von völlig fremden Menschen herablassend und angewidert angesprochen - ja, nur weil ich jemand sehr gerne mochte. ;)
Es gab Zeiten, in denen für mich mindestens ein verletzender Spitzname erfunden wurde (vielleicht mag er für andere nicht so schlimm gewesen sein, aber für mich schon...), ich ignoriert wurde und Tage an denen ich keine Lust hatte zur Schule zu gehen. Nicht wegen dem Lernen oder, weil ich einfach lustlos war, sondern weil ich mich schämte und Angst hatte.
Angst davor verspottet zu werden, Angst davor nicht (mehr) zur Klassengemeinschaft zu gehören, Angst vor so vielen Dingen...

In der Zeit hab ich viel Tagebuch geschrieben, viel in einzelnen Geschichten und Gedichten verarbeitet und wenn ich heute Sätze daraus lese, sehe ich wieder das junge, verschüchterte Mädchen vor mir, die immer und immer wieder versuchte dazuzugehören und die irgendwann anfing sich zu wehren und nicht mehr klein bei zu geben.
Warum und wieso ich anfing zu ignorieren, wenn wieder jemand versuchte auf mir rumzuhaken und ich manchmal sogar relativ gut konterte, weiß ich nicht mehr, aber die Momente in denen ich mich einfach mal etwas traute, halfen mir denk ich sehr dabei. Z.B. war dort der Geburtstag einer Freundin, auf dem ich niemanden kannte, aber ich war aufgeschlossen und nett und ging auf die Menschen zu und ich stieß auch auf keinerlei Ablehnung oder Ignoranz.
Mit derselben Freundin bin ich dann auch 2 Jahre hintereinander 2 Wochen im Sommer in einem Zeltlager gewesen, ich hab mich gefreut, war aber auch voller Panik nicht als die Person anerkannt zu werden, die ich wirklich bin.
Alles unbegründet! Okay unser Zelt im ersten Jahr mochte uns nicht so gerne, aber dafür haben wir andere tolle Leute kennengelernt, mit denen wir auch im zweiten Jahr in einem Zelt waren - es war die schönste Zeit im Jahr.

In der 8. Klasse sollten wir dann vor Weihnachten ein Theaterstück vor der gesamten Schule aufführen, ich hatte schon irgendwie Lust die Hauptrolle zu spielen, aber niemand traute es mir zu und es wurde nur kurz als Witz vorgeschlagen. Allerdings hatten wir in der Theater AG einen Lehrer, der an mich glaubte und mir letztendlich die Rolle des alten, verbitterten Scrooge gab.
Ich ging richtig auf darin und ich glaub es hat mir den letzten Respekt zurück verliehen, wodurch ich dann meinen Abschluss mit einer eigentlich wirklich tollen Klasse machen konnte.

Ihr merkt ich musste in den Jahren sehr kämpfen um mir Respekt zu verschaffen, um nicht mehr gemobbt zu werden (obwohl ich Mobbing ein ziemlich hartes Wort dafür finde) und mich selbst zu finden. In dieser Zeit konnte ich auch nicht ganz normal in der Stadt shoppen gehen, weil ich immer, wenn jemand lachte, sofort dachte, dass man über mich lachte.
Ich hatte einfach kein Selbstbewusstsein.

Freundinnen von mir, die so gut wie niemals Probleme mit Spitznamen hatten oder ausgelacht wurden, konnten einfach nicht verstehen weshalb ich zwischendurch nicht gern zur Schule ging, obwohl ich nichts gegen das Lernen hatte...


Nach der Hauptschule wollte ich auf jeden Fall noch meinen Realschulabschluss machen. Nicht nur, damit ich später bessere Berufschancen hatte, sondern auch, weil ich denen, die mitleidig guckten, wenn ich sagte, dass ich auf die Hauptschule gehe, zeigen wollte, dass Hauptschüler nicht = Idiot ist... oder Hartz4-Empfänger - Oh ja, solche Reaktionen hab ich oft genug erlebt und ich wollte nur einmal sagen - aus meiner Abschlussklasse hat jeder nach der Schule eine Ausbildung begonnen oder ist, wie ich, weiter zur Schule gegangen.

Die Realschule funktionierte eigentlich wirklich gut, obwohl ich am ersten Tag nochmal angenommen werden musste, da meine Bestätigung, dass ich den Schulplatz annehme, irgendwie verschwunden war (war klar, dass das mir passiert :D). Ich hatte insgesamt zwei wunderbare Klassen, wo es zwischendurch zwar auch die ganz normalen Reibereien gab, aber ich mich niemals furchtbar unwohl fühlte.
Mein Glück war allerdings auch, dass ich mit vier Mädels aus meiner alten Klasse, mit denen ich mich echt gut verstand, meinen Realschulabschluss machte.
Es war hart, aber es funktionierte.

Uns vieren wurde auch gesagt, dass wenn wir auf dieser Schule den Realschulabschluss machten, auch bessere Chancen hätten auf einen Abiturplatz, an derselben Schule. Da ich absolut keine Ahnung hatte, was ich als Ausbildung machen wollte, stand für mich ziemlich schnell fest, dass ich mein Abitur auch noch machen wollen würde.
Das Doofe war, dass das was man uns im letzten Jahr noch gesagt hatte, nicht mehr galt und ich auf die Warteliste gesetzt wurde. Oo
Panik!
Wenn ich nicht angenommen werde - was mach ich dann? Ich sah mich selbst schon unter der Brücke hocken, bewarb mich letztendlich bei mehreren Hotels, für eine Ausbildung als Hotelfachfrau, aber... eine Ausbildung anzufangen, ohne diese richtig zu wollen? Das kam für mich eigentlich nicht infrage...
Ihr glaubt nicht wie glücklich ich war, als ich die letztendliche Zusage für die Schule endlich in den Händen hielt. Es gab in der Zeit allerdings auch Menschen, die dachten ich mache es nur, um nicht arbeiten zu gehen, die mir zwar viel Glück wünschten, aber im Hintergrund darüber lästerten, dass ich das eh nicht schaffe...

Meine Abiturklasse war glaub ich meine Lieblingsklasse. Es waren 3 wirklich tolle Jahre mit Ihnen, auch, wenn ich im letzten Jahr vorm Abitur eine eigentlich gute Freundin verloren hab. Wenn ich heute darüber nachdenke bin ich aber froh, dass es damals schon so gekommen ist...
Neben meinem Anfangsfeind Mathe hatte ich nun allerdings auch noch eine Englischlehrerin, die mir das Leben schwer machte und mich absolut nicht mochte. Sie war der Hauptgrund weshalb ich meine Abiturklausur auch nicht in Englisch, sondern in Dänisch schrieb.

Während meiner Abizeit hab ich dann auch mein Führerschein gemacht und während Freunde von mir innerhalb ein paar Monate durch waren, brauchte ich etwas länger. Die Zeit war noch im Rahmen, aber immer wieder hab ich Dinge verlernt, die ich eigentlich schon drauf hatte, hatte Probleme mit Sachen, die mein Fahrlehrer mir schon mindestens 50mal erklärt hat und saß mindestens einmal auch heulenderweise im Auto, weil ich erstens genervt von mir selbst war und zweitens endlich meinen Führerschein haben wollte. In diesem Moment sagte mein Fahrlehrer etwas sehr wichtiges zu mir, etwas das mir aufzeigte, dass ich zwar für so gut wie alles hart kämpfen muss, aber ich dadurch auch eigentlich ein schöneres Leben habe (siehe Zitat oben).

Mein Abitur hab ich, mit 0Pkt in Mathe, bestanden. Allerdings brauchte ich, im Gegensatz zu meinen Freundinnen, die schon nach den Schriftlichen durch waren noch mindestens 4Pkt. in der mündlichen Prüfung. Also nochmal richtig reinhauen und lernen, aber es hat sich gelohnt und ich hab als anfängliche Hauptschülerin mein Abitur gemacht... :)


Das Problem was dann kam, hatte ich vorher aber nicht wirklich gesehen und zwar - was mach ich jetzt? Als was bewerbe ich mich? Wird es leicht oder schwer einen Ausbildungsplatz zu bekommen?
Ich hab mich letztendlich für 2 Berufszweige entschieden, hab Bewerbungen geschrieben, war bei einem Bewerbungstraining, hab verschiedene Tests mitgemacht und während ich verzweifelt von Bewerbungsgespräch zu -Gespräch lief, rannte mir die Zeit davon...
Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mich niemand wollte und dabei hatte Mama gesagt, dass alle Arbeitgeber ja sehen, dass ich, wenn ich etwas will, das auch schaffen kann (bezüglich meiner Schulbildung).

Anfang August letzten Jahres wurde ich dann zu einem weiteren Bewerbungsgespräch eingeladen. Der Einstellungstest lief nur mittelmäßig gut, weswegen ich tierisch aufgeregt war, weil es im Grunde mit die letzte Chance war.
Heute weiß ich, dass die Chefin etwas skeptisch war, weswegen ich auch nochmal hin musste, um auch vor dem Regionalleiter zu bestehen. Ich hab dafür gekämpft, dass sie sehen wie ich bin, dafür, dass ich endlich einen Ausbildungsplatz bekomme und nachdem ich dann die Bestätigung hatte, ging der neue Kampf los - sich in diesen Beruf einzufinden, sich reinfinden und auch Spaß an dem Beruf finden.

Ich habe Spaß an meiner Ausbildung, ich liebe es Traumreisen zu verkaufen, von den Kunden später zu erfahren, dass alles toll war und ich einer Familie z.B. die schönste Zeit im Jahr beschert habe...
Allerdings weiß ich auch, dass ich für einen guten Abschluss auch wieder pauken und kämpfen muss, dass ich für meine Hoffnungen und Wünsche, die ich für die Zeit danach habe, auch kämpfen muss und dass ich immer und immer wieder Momente haben werde, die mich deprimieren. Beispielsweise wenn eine Freundin mir sagt, dass sie einfach mal so eben ans andere Ende der Welt fliegt, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen und ich genau nachvollziehen kann, dass ich dafür mindestens 10 Jahre sparen müsste, wenn ich jemanden sage was für Pläne ich habe und dieser jemand meine Pläne umsetzt (vielleicht, weil er glaubt er macht es besser oder, weil er mir eins auswischen möchte) und auch wenn man mir sagt, dass ich etwas nicht schaffe, dass man mich nicht ernst nimmt. Manchmal hab ich immer noch diese Angst, dieses Schamgefühl und bin wieder das kleine verschüchterte Mädchen.
Aber gerade, weil ich das alles mitgemacht hab, weil ich immer ein kleines bisschen mehr für etwas machen muss, als andere, weiß ich das, was ich erreiche, auch wirklich voll und ganz zu schätzen, freue mich und bin oft glücklicher, als z.B. die Freundin, die von Geburt an die ganze Welt zu sehen bekommt - ohne etwas dafür zu tun...

Warum und wieso dieser Post, weiß ich selbst nicht, aber es musste einfach sein. Es erklärt irgendwie so viel, finde ich...

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!
Sonntag gibt es dann einen traditionellen Post und zwischen den Tagen gibt es einen Rückblick. Zumindest sind das meine Pläne! :D



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Sonntag, 23. November 2014

Vermissen

Ob ich die Tage zähle seit du weg bist?
Klar, als hätte ich 412 Tage nichts besseres zu tun.
(Kraftklub - Blau)


Man vermisst Menschen, immer wieder… wegen den Dingen, die man zusammen erlebt hat, Momente, die zusammen unvergesslich wurden, den früheren Gedanken daran, dass man für immer befreundet oder zusammen bleibt und immer mehr Erinnerungen miteinander teilt. 
Wir denken in der Zeit nicht daran, dass es anders als gedacht wird, dass wir den Kontakt verlieren, vielleicht nicht einmal mehr „Hallo“ sagen, aneinander vorbei gehen, schweigend, den Blick auf den Boden geheftet. 
Manchmal sieht man sich gar nicht mehr, liest nur noch den Status bei WhatsApp oder schaut auf die Facebookseite, ob es neue Sachen zu sehen gibt. Es gibt Personen, da schaut man nach Jahren noch auf die Seite, folgt dem Geschehen und hat zwischendurch immer wieder Gedanken an diese Menschen, daran, was sie jetzt wohl machen, ob sie auch immer mal wieder an einen denken, oder auch an die Zeit, die man zusammen hatte, egal wie kurz oder lang sie war…


Gründe dafür, dass man auseinander gegangen ist, gibt es viele. Man verändert sich, hat mit der Zeit einfach vollkommen andere Interessen, findet neue Freunde, hat keine Zeit mehr, weil man seine ganze Freizeit seinem Partner oder seinen Hobbys widmet, oder man kommt einfach nicht mehr miteinander aus, kann nicht mehr miteinander reden, die Probleme klären. Vielleicht wurde man voneinander aber auch so enttäuscht und verletzt, dass man es nicht mehr aushält den Kontakt zu halten, dass man nicht mehr kämpfen kann, dafür, dass es irgendwie weiter geht. Dies sind meist die schmerzhaftesten Trennungen – egal ob Beziehung oder Freundschaft.

   

Ab und zu da schau ich zurück, da erinnere ich mich an all diese Momente, an all unsere Gespräche und dann frag ich mich, ob es dir ähnlich geht, ob du dich auch manchmal noch erinnerst, an die lustigen Momente, an die wunderbaren Augenblicke, die immer irgendwie unvergesslich bleiben…


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